




DVSI POSITIONEN
Was uns bewegt und wofür wir stehen.
DVSI Positionen
Spielen ist ein zentraler Bestandteil unseres Lebens.
Es fördert Entwicklung, Kreativität, Beziehungen und ein gesundes Aufwachsen. Gemeinsam mit unseren Mitgliedsunternehmen und Partnerinnen setzen wir uns für sichere, qualitativ hochwertige Spielwaren sowie für verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln entlang der gesamten Wertschöpfungskette ein. Wir schützen, was Verantwortung braucht und machen uns stark für klare Regeln und fairen Wettbewerb - damit Spielzeug Vertrauen verdient.

VALUE OF PLAY
Unsere DNA
Value of Play
Value of Play – Spielen ist ein Grundbedürfnis
Spielen ist eine der wichtigsten Kulturtechniken der Menschheit. Es begleitet uns ein Leben lang, fördert Kreativität, Lernen, soziale Kompetenz und mentale Gesundheit. Für Kinder ist Spielen die Grundlage einer gesunden körperlichen und psychosozialen Entwicklung – für Jugendliche und Erwachsene ein Raum für Ausgleich, Innovation und Gemeinschaft.
Spielwaren sind dabei weit mehr als Produkte: Sie geben Impulse für Bildung, fördern Teilhabe, verbinden Menschen unterschiedlicher Herkunft und stärken demokratische Werte. Spielen schafft Orientierung, Resilienz und Zukunftskompetenzen – gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche, wachsender Unsicherheiten und globaler Krisen.
Als Verband der Spielwarenindustrie setzt sich der DVSI dafür ein, dem Wert des Spielens den Stellenwert zu geben, den er verdient. Dazu gehört auch die Anerkennung der Spielwarenbranche als eigenständiger Teilmarkt der Kultur- und Kreativwirtschaft. Wir stehen für qualitativ hochwertige, sichere und verantwortungsvoll hergestellte Spielwaren sowie für faire Rahmenbedingungen, die Innovation, Vielfalt und Teilhabe ermöglichen.
Denn Spielen stärkt nicht nur Kinder – es stärkt unsere Gesellschaft.



SPIELZEUGSICHERHEIT
Unsere Expertise
Spielzeugsicherheit
Wir haben etwas gegen unsichere Spielwaren!
Spielzeug begleitet Kinder beim Wachsen, Lernen und Entdecken. Deshalb steht für die Mitglieder des DVSI eines an erster Stelle: höchste Qualität und damit maximale Sicherheit. Gutes Spielzeug soll Freude machen und gleichzeitig zuverlässig sfunktionieren. Denn Sicherheit geht vor. Immer.
Diese Verantwortung erfordert große Sorgfalt und hohen Einsatz entlang der gesamten Lieferkette – von der Entwicklung bis zur Marktreife. Um die hohen Sicherheitsanforderungen dauerhaft zu sichern, hat der DVSI ein umfassendes Spielzeugsicherheits-Konzept entwickelt. Es stärkt Wissen und Verantwortungsbewusstsein in der Lieferkette und unterstützt alle Beteiligten dabei, Spielzeug sicher und regelkonform auf den Markt zu bringen.
Mit sicherspielen.info richtet sich der DVSI außerdem direkt an Eltern. Die Plattform bietet praktische Tipps rund um den Spielzeugkauf, Orientierung zu altersgerechtem Spielzeug und Antworten von Expert*innen, auch zu sensiblen Themen wie Magneten oder Batterien. Für mehr Sicherheit. Und ein gutes Gefühl beim Spielen.

NACHHALTIGKEIT
Unsere Verantwortung
Nachhaltigkeit
Nachhaltig denken. Nachhaltig handeln. Zukunft sichern.
Mit der Agenda 2030 haben die Vereinten Nationen 2015 die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) verabschiedet und damit einen globalen Rahmen für nachhaltiges Wirtschaften geschaffen. Deutschland gehört zu den Unterzeichnerstaaten. Doch unabhängig von internationalen Zielen ist längst klar: Unternehmen tragen Verantwortung. Sie müssen die Auswirkungen ihres Handelns auf Umwelt und Gesellschaft aktiv reduzieren. Zukunftsfähig ist nur ein nachhaltiges, werteorientiertes Wirtschaften, das ökologische, soziale und ökonomische Ziele miteinander verbindet. Unsere Haltung dabei ist klar: Nachhaltigkeit zahlt sich aus, auch wirtschaftlich.
Der DVSI und die Spielwarenindustrie sind sich dieser Verantwortung bewusst. Der Verband engagiert sich unter anderem in der Arbeitsgruppe „Umwelt“ der Fair Toys Organisation (FTO), einer Multistakeholder-Initiative für faires und umweltfreundliches Spielzeug. Darüber hinaus befasst sich der DVSI-Arbeitskreis Nachhaltigkeit seit vielen Jahren intensiv mit allen relevanten Aspekten nachhaltigen Handelns. Er unterstützt die Mitgliedsunternehmen bei ihrer Transformation durch Information, Austausch und die Vernetzung mit Expert*innen. Begleitet wird diese Arbeit von externen Fachleuten des DVSI.
Gleichzeitig entstehen zahlreiche Initiativen direkt in den Spielwarenunternehmen: Sie investieren in nachhaltige Materialien, neue Produktionsprozesse und innovative Lösungen für die Zukunft. So wird Verantwortung Schritt für Schritt in konkretes Handeln übersetzt – für eine Spielwarenbranche, die heute überzeugt und morgen Bestand hat.



BILLIG ONLINE SHOPPING PLATTFORMEN
Unser Impuls
Billig Online Shopping Plattformen
Risiko für Kinder und fairen Wettbewerb
Asiatische Einkaufsplattformen haben in den vergangenen Jahren ihre Marktanteile am E-Commerce-Geschäft in Europa mit Dumpingpreisen und Gratisversand signifikant ausgebaut. Die Kehrseite des Erfolgs: Immer wieder weisen Asia-Produkte gravierende Sicherheitsmängel auf. Das gilt besonders für Spielwaren. Mehrere Mystery-Shopping-Studien von Toy Industries of Europe (TIE) zeichnen jedenfalls ein alarmierendes Bild. Der überwiegende Teil der getesteten Spielwaren aus Drittstaaten verstößt gegen geltendes europäisches Recht. Viele stellen ein konkretes Risiko für Kinder dar. Die ressourcenintensive Produktion der Waren und die weltweiten Lieferungen sowie Rücksendungen belasten zudem die Umwelt.
Der Verkauf illegaler und unsicherer Spielwaren ist nicht hinnehmbar. Er gefährdet die Sicherheit von Kindern, untergräbt das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher und schafft massive Wettbewerbsverzerrungen zulasten verantwortungsvoll handelnder Unternehmen in Europa. Gleichzeitig setzen diese Praktiken Arbeitsplätze und bewährte Qualitäts- und Sicherheitsstandards aufs Spiel.
Berlin und Brüssel haben die Problematik erkannt. Mit der Einführung von Zollgebühren am 1. Juli 2026 auf Warenlieferungen mit einem Wert von unter 150 Euro sowie der im September 2026 verabschiedeten Zollreform, die neue Regeln für Marktplätze vorsieht, sind erste wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht worden. Der DVSI begrüßt die neuen Regeln. Entscheidend bleibt aber eine umfassende Gesamtstrategie. Online-Marktplätze müssen als verantwortliche Wirtschaftsakteure in die Pflicht genommen, Marktüberwachung und Zoll gestärkt sowie bestehende Regeln konsequent durchgesetzt werden. Der DVSI fordert deshalb für jedes in der EU verkaufte Spielzeug einen in der EU ansässigen Wirtschaftsakteur, der für die Einhaltung der Vorschriften verantwortlich ist.

BÜROKRATIEABBAU
Unser Spielraum
Bürokratieabbau
Bürokratieabbau: Unternehmen entlasten, fairen Wettbewerb ermöglichen
Bürokratie und eine zunehmende Regulierungsdichte belasten die deutsche Wirtschaft und den Standort Deutschland. Das betrifft auch die Unternehmen der Spielwarenbranche. Fast 80 Prozent der DVSI-Mitgliedsunternehmen betrachten Bürokratie und die regulatorischen Belastungen als größte unternehmerische Herausforderung – noch vor dem demografischen Wandel.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen, die durch Dokumentations- und Berichtspflichten entstehen, gehen in die Milliarden. Der Nationale Normenkontrollrat beziffert die Kosten auf rund 64 Milliarden Euro; Wirtschaftsforschungsinstitute taxieren die Belastung auf rund 146 Milliarden Euro. Aufwand und Bürokratie stehen dabei oft in keinem Verhältnis zum Informationsgewinn, sondern sorgen zusätzlich für Wettbewerbsverzerrungen gegenüber Billigplattformen aus Drittländern, die deutsche und europäische Regulierungen umgehen.
Mehr als die Hälfte der Bürokratielasten entsteht durch europäische Richtlinien und Verordnungen. 55 Prozent der europäischen KMU sehen sie als zentrales Problem an. Die Spielwarenbranche, die mit der neuen und komplexen Spielzeugverordnung besonders betroffen ist, macht keine Ausnahme. Die Vereinfachung von europäischen Rechtsvorschriften ist deshalb von entscheidender Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit und das Investitionsklima.
Die deutsche Wirtschaft wie die Spielwarenbranche im Besonderen brauchen dringend Entlastung durch die Eindämmung übermäßiger Regulatorik. Ziel der Reformen müssen weniger, dafür einfachere, pragmatischere und vertrauensbasierte Regeln sein. Mit der Modernisierungsagenda legte die Bundesregierung 2025 ein Programm zum Bürokratierückbau auf. Erste Maßnahmen wurden verabschiedet. Damit ist ein erster Schritt gemacht. Weitere müssen folgen. Der DVSI wird sich in Berlin wie Brüssel für den Abbau weiterer bürokratischer Hürden engagieren. Unser Ziel ist: Bürokratie so zu gestalten, dass sie schützt, ohne zu bremsen – und der Spielwarenbranche den unternehmerischen Spielraum gibt, den sie für Innovation, Qualität und fairen Wettbewerb braucht.



SOCIAL MEDIA
Unsere Einstellung
Social Media für Kinder
Social Media – Beide Ziele im Blick behalten
Das seit 2025 in Australien geltende Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, eigene Konten auf großen Social-Media-Plattformen zu besitzen, löste weltweit eine Debatte über eine altersabhängige Zugangs- und Funktionsbeschränkungen für Social Media aus. Mitte September 2026 legte die EU-Kommission den EU KIDS Act vor, der ebenfalls eine Beschränkung von Kindern zu Social-Media-Plattformen vorsieht. Deutschland kündigte für 2026 Eckpunkte einer deutschen Übergangslösung an.
Der DVSI begrüßt das Vorhaben der EU und der Bundesregierung, den Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt zu stärken - etwa sichere Voreinstellungen und verpflichtende Altersverifikationen bei digitalen Endgeräten. Der EU KIDS Act mit seiner abgestuften, altersabhängigen Lösung enthält gute Ansätze, um beiden Zielen – Schutz von Kindern und Jugendlichen wie auch digitale Teilhabe – gerecht zu werden, denn soziale Medien haben eine wichtige soziale Funktion für Kinder und Jugendliche. Größte Herausforderung bleibt allerdings die Altersfeststellung.
Mit dem Gesetz für digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) und den Leitlinien zum Schutz Minderjähriger verfügt Europa bereits über Regeln, um Kinder und Jugendliche vor den Risiken zu schützen. Für ihre effektive Umsetzung und Einhaltung sind die Plattformbetreiber verantwortlich. Verstöße dagegen müssen schnelle und spürbare Konsequenzen haben.

EmpCo-RICHTLINIE
Unser Fair-ständnis
EmpCo-Richtlinie
DVSI Position EmpCo-Richtlinie
Der DVSI begrüßt ausdrücklich die im März 2024 verabschiedete EU-Richtlinie 2024/825 (EmpCo-Richtlinie; Empowering Consumers for the Green Transition), die Verbraucher vor unlauteren Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen stärker schützen soll. Nachhaltigkeitsaussagen müssen zukünftig belegbar und rechtssicher sein. Das muss Konsens sein. Mit dem 27. September 2026 soll die EmpCo-Richtlinie in Kraft treten. Als
DVSI Position EmpCo-Richtlinie
Der DVSI begrüßt die im März 2024 verabschiedete EU-Richtlinie 2024/825 (EmpCo-Richtlinie; Empowering Consumers for the Green Transition), die Verbraucher vor unlauteren Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen stärker schützen soll. Nachhaltigkeitsaussagen müssen zukünftig belegbar und rechtssicher sein. Am 27. September 2026 trat die EmpCo-Richtlinie in Kraft.
Als neuralgischer Punkt des Gesetzes erweist sich das Fehlen einer Übergangsregelung für produzierte oder bereits im Handel vorhandene Waren. Eine solche „Anpassungsphase“ ist aus Sicht des DVSI erforderlich, um einwandfreie und langlebige Marken- und Qualitätsprodukte mit alter Verpackung nicht aus den Regalen entfernen zu müssen, weil sie nach alten Kriterien „gelabelt“ wurden. Das widerspricht jedem Nachhaltigkeitsgedanken.
Der DVSI war in intensiven Gesprächen mit dem Europa-Parlament und Bundestag sowie dem zuständigen Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Der Deutsche Bundestag hielt eine nationale Abverkaufsfrist mit dem Europa-Recht für ausgeschlossen, beschloss aber am 24. September eine wichtige Ergänzung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb. Mit dem neuen § 15b UWG soll für Waren, die vor dem 27. September 2026 in Verkehr gebracht wurden, bei Verstößen gegen die neuen EmpCo-Vorgaben die Verhältnismäßigkeit überprüft werden, wenn Unterlassungsansprüche geltend gemacht werden.
Der DVSI hätte sich realistische Übergangsfristen gewünscht, denn die aktuelle Regelung lässt nach wie vor Spielraum für rechtliche Interpretationen und Klagen. Alle Spielwarenhersteller sollten sich deshalb mit den neuen EmpCo-Richtlinien auseinandersetzen – sofern noch nicht geschehen.
Ihr Ansprechpartner beim DVSI:
GF Ulrich Brobeil (T: 0911/477112-11; E: brobeil@dvsi.de)








