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DVSI News: unsere top 3

Zusammenspiel und Mitgliederversammlung 2026 im Zollhof Nürnberg

  • vor 8 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit


DVSI baut Angebot weiter aus


Verbands- und Lobbyarbeit ist das Bohren dicker Bretter mit langem Atem und offenem Ausgang. Und es ist, wie DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil in seinem Rechenschafts- und Finanzbericht deutlich machte, schwer­punktmäßig „Chefsache“. Auch 2025 und 2026 bohrte der DVSI an zahlreichen Brettern und Orten, um für die DVSI-Mitglieder und die Spielwarenbranche eine Verbesserung der Rahmenbedingungen und die Herstellung eines fairen Wettbewerbs zu erzielen. Dabei ging es u.a. um die Auswirkungen der EmpCo-Richtlinie, die Spielzeug-, Entwaldungs- und PPWR-Verordnung, die Einführung des digitalen Produktpasses und Online-Marktplätze, die gegen europäisches Recht verstoßen. Der intensive Austausch mit der Politik und Entscheidungsträgern in Ministerium machte sich aus Sicht der DVSI bezahlt. Der Verband wird inzwischen gehört und wahrgenommen, seine Expertise ist er- und gewünscht, die Politik immer häufiger auf Branchenevents präsent. Zur Erreichung seiner Ziele setzt der DVSI dabei auch zunehmend auf strategische Partnerschaften mit anderen Verbänden, etwa bei der Problematik der Billig-Shopping-Plattformen. „Wir sind mit Rückenwind unterwegs“, betonte Ulrich Brobeil.


Rückenwind verspürt der DVSI auch von seinen Mitgliedern. Seit 2012 setzt der Verband auf die Strategie „Von Mitgliedern für Mitglieder mit Mitgliedern“. Die Mitgliederbefragung „DVSI Strategie Perspektive 2030+“ im Herbst letzten Jahres be­stätigte diese grundsätzliche Ausrichtung. Der Verband wird mit seinem Knowhow und seinen Services als wichtiger Partner geschätzt. Mit seiner Marktforschung und den drei Indizes (Gesamtmarkt, Spiele und Modell­bahn/Modellbau) liefert er wertvolle Daten zu Märkten und Trends. Ulrich Brobeil kündigte im Zollhof einen weiteren Ausbau der Serviceleistungen an. Im Herbst geht mit ARENA ein neues, vierteljährlich erscheinendes Format an den Start, das den Austausch unter Mitgliedern zu branchenrelevanten Themen intensivieren soll. Auftakt macht das Thema EU-Regularien Nachhaltigkeit. Eine Branchenstudie Spielwaren mit dem Partner TU Nürnberg ist in Vorbereitung.


Als idealer Door Opener bei Politik und Kultur erweist sich das DVSI-Kürthema Value of Play. Seit diesem Jahr ist der DVSI offizielles Mitglied im Deutschen Designtag (Sektion im Deutschen Kulturrat) und Mitglied im Bündnis für Bildung. Die Arbeit wird fortgesetzt, um Spielen als Kulturgut in der öffentlichen Wahrnehmung zu positio­nieren. Gespräche mit dem AK Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags stehen Mitte Juli an. Die Gewinnung von neuen Mitgliedern durch attraktive Angebote von Probe- und Fördermitgliedschaften wird weiter intensi­viert. Auch die Mitglieder sollen dabei einen aktiven Part einnehmen. Der Verband steht wirtschaftlich auf soliden Füßen. 2025 wurde mit einem positiven Jahresergebnis abgeschlossen; Vorstand und Geschäftsführung einstimmig entlastet.


Das anschließende 5. Zusammenspiel von DVSI und BVS mit rund 100 Teilnehmer*innen stand unter dem Thema „Innovation & Start-up Mindset“ mit Dr. Sebastian Engel vom ZOLLHOF und der Frage, wie Innovationen in die Welt kommen. Fakt ist, die Erwartungen an den Begriff sind in der Regel hoch, während die Ergebnisse mitunter zu wünschen übriglassen. Was braucht es also, das Veränder­ungen gelingen? Mut und Offenheit, einen anderen Blick auf die Dinge zu werfen. Darüber herrschte Konsens in Nürnberg. Veränderungen voranzutreiben fällt Menschen allerdings schwer, weil sie eher ein zurückhaltendes Verhältnis dazu haben, denn Veränderungen lösen Stress und Ängste aus, während das Bekannte das Gefühl von Sicherheit und Schutz gibt. Wie diesen Konflikt auflösen? Andreas Nüßle vom Mittelständler I.K. Hofmann be­tonte, Innovationen dürfen kein Selbstzweck sein, sondern sie sind das Ergebnis der Anpassungsfähigkeit von Systemen an sich verändernde Rahmenbedingungen, um wirtschaftlichen Mehrwert zu erzielen. Eine pragma­tische Definition von schöpferischer Zerstörung. „Wildes Denken“, täglich eine neue Idee aus dem Hut zu zaubern, sei allerdings auch nicht die Lösung, wie Tobias Bäumler, Mitgründer & COO von VITAS, einem Nürnberger Scale-up für KI-gestützte Telefonassistenten, betonte. Das Neue brauche zwar Mut, aber auch Struktur, Ruhe und kon­krete Ziele, um erfolgreich zu sein, also das, was wir mögen. Die Teilnehmer traten ihre Heimreise nicht nur mit neuen Einsichten an, sondern sie können jetzt auch noch ihre persönlichen Veränderungsvorhaben, die sie notierten, in Angriff nehmen. Den abschließenden Motivations-Kick dafür gab es über den Dächern von Nürnberg bei einem Flying Buffet und kühlen Drinks. Manches darf offensichtlich auch so bleiben, wie es immer war.


Ihr Ansprechpartner beim DVSI: GF Ulrich Brobeil (T: 0911/477112-11; E: brobeil@dvsi.de)


 
 
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