Im Gespräch mit KOSMOS: Nachhaltigkeit bleibt Strategie
- 19. Feb.
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Ein Austausch in Stuttgart über Beschaffungsmanagement, Klimawandel, Regulierung und den festen Platz von Nachhaltigkeit in der Spielwarenbranche.

Selten war Beschaffungsmanagement so präsent wie in der Pandemie. Ähnliches lässt sich über Nachhaltigkeit sagen, das mit dem EU Green Deal eine Frischzellenkur spendiert bekam. Und heute? Gefühlt erleben wir einen Backflash. Aber ist das wirklich so? Armin Sinnwell von KOSMOS wollte davon bei meiner Stippvisite im Stuttgarter Headquarter nichts wissen. Das Geschäftsleitungsmitglied ist der Ansicht, dass das Thema zwar unter Druck steht, aber nichts an Relevanz verloren hat. Im Gegenteil. Nachhaltigkeit bleibt für Kosmos ein zentrales Element der Strategie.
Unternehmen müssen zugegebenermaßen angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen stärker denn je die Balance von Wirtschaftlichkeit und der Umsetzung von Nachhaltigkeitsprojekten im Blick haben, aber das ist nur eine Momentaufnahme. So Armin Sinnwell. Das Pendel wird wieder zurückschlagen, denn der Klimawandel schert sich nicht darum, wer gerade regiert. Das sehe ich genauso. Für den Deutscher Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) e.V. war Nachhaltigkeit deshalb nie weg. Auch das Interesse vieler DVSI-Mitgliedsunternehmen an Lösungen zum Erreichen von Nachhaltigkeitszielen ist
ungebrochen. Das haben zuletzt Gespräche auf der Spielwarenmesse gezeigt. Transparenz und Verantwortung werden für die Spielwarenbranche weiter wichtig bleiben. Der DVSI wird die Branche weiter auf diesem Weg unterstützen.
Auf meiner To-Do-Liste nach dem Stuttgart-Abstecher: Butter bei die Fische! Es wird was von uns kommen, um der Sache neuen Schwung zu geben. Diskutiert haben wir auch über die neue Spielzeugverordnung, die PPWR, KI sowie den Vormarsch von Billig-Online-Shopping-Plattformen. Tenor: Alles muss machbar sein und die Marktüberwachungsbehörden haben sich auf potenzielle schwarze Schafe zu konzentrieren. Schön zu erfahren, dass man sich im „THE LÄND“ mehr Spiel-Kompetenz in Schulen wünscht, was mich nicht wirklich überraschte. Wer mit Experimentierkästen und der Vermittlung von naturwissenschaftlichem Wissen groß geworden ist, dürfte gute Argumente für den Value of Play haben.





