Headerbild Pferdchen

Sicher mit Knete spielen

Mit Hilfe von Knete lässt sich die Entwicklung von Kindern auf vielfältige Weise fördern. Durch den Kontakt mit Knete werden die sensorischen Fähigkeiten ausgebaut. Die Entwicklung der (fein) motorischen Fähigkeiten der Kinder werden beim Modellieren, Drücken, Teilen, Rollen und sonstigem Umgang mit der Knete unterstützt. Besonders die Kreativität und die Wahrnehmung der Kinder werden durch das Kneten gefördert, da für das Nachbilden bekannter Gegenstände oder Dinge der eigenen Fantasie eine genaue Auffassungsgabe und ein gutes Vorstellungvermögen benötigt werden. Da es beim Spielen mit der Knete keine festen Regeln gibt, wird so die Kreativität besonders gefördert.

Für einen sorglosen sicheren Umgang mit der Knete werden in der Spielzeugrichtlinie Vorgaben gemacht. Dies betrifft auch die Anforderungen an die Unbedenklichkeit der Inhaltsstoffe. Eltern wollen natürlich, dass ihre Kinder nur mit sicheren bzw. unbedenklichen Spielzeugen in Kontakt kommen. Oftmals verlassen sie sich dabei auf ihre eigene Wahrnehmung. Beispielsweise sollte die Knete keine allzu starken Gerüche aufweisen. Allerdings muss hier berücksichtigt werden, dass das Urteil der Eltern ein subjektiver Eindruck ist und eine chemische Unbedenklichkeit nicht durch die persönliche Wahrnehmung von Geruch und Haptik etc. der Knete geprüft werden kann. Die Unbedenklichkeit der Knete bzw. der enthaltenen Stoffe wird durch die aktuellen gesetzlichen Vorgaben und Grenzwerte vorgeschrieben, da alle in der Knete enthaltenen Stoffe (wie Farbstoffe, Konservierungsstoffe oder Metalle) diese (Richtlinie 2009/48/EG bzw. Verordnung (EG) Nr. 1272/2008) einhalten müssen. Diese gesetzlichen Vorgaben für Spielzeuge enthalten strengere Grenzwerte als beispielsweise für Lebensmittelkontaktmaterialien. Dort wird z.B. die Konzentration von lediglich 8, in Spielzeug jedoch die Konzentration von 18 Metallen gesetzlich begrenzt. Weiterhin gelten für die Knete, wegen ihrer haftenden Eigenschaft, die strengsten Metall-Grenzwerte aller Spielzeugmaterialien (Richtlinie 2009/48/EG Anhang II Teil III Nummer 13 – flüssige oder haftende Spielzeugmaterialien). Zur Einhaltung der Vorgaben und Grenzwerte zählt auch ein Verbot bestimmter allergener Duftstoffe (Richtlinie 2009/48/EG Anhang II Teil III Nummer 11). Um die chemische Unbedenklichkeit gewährleisten zu können, ist die vorsorgliche und unabhängige Kontrolle der gesetzlichen Vorgaben nötig. Sichere unbedenkliche Knete kann durch gute und umfassende Kontrollen gewährleistet werden. Deswegen empfehlen sich Markenprodukte von Herstellern, die ihre Knete selbstständig kontrollieren, aber auch häufig von unabhängiger Stelle kontrollieren lassen. Markenprodukte werden oft auch durch Behörden und NGOs, immer wieder auch vor Weihnachten, geprüft.