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Tipps und Tricks für sauberes Spielzeug

Bald startet wieder die Flohmarktsaison und gerade die Kleinen finden dort oft das ein oder andere neue Lieblingsstück, das dann für kleines Geld den Besitzer wechselt. Viele Eltern stellen sich nun die Frage, wie der neuerworbene Schatz zu reinigen ist, bevor er ins heimische Kinderzimmer einzieht.

Wir haben Ihnen hier einige Tipps und Kniffe zusammengefasst, um gebrauchte, vererbte oder einfach nur stark bespielte Spielsachen so zu reinigen, dass Ihr Kind wieder völlig bedenkenlos damit spielen kann.

Kunststoffspielzeuge, wie z.B. Puppen können mit einem milden Spülmittel abgewischt und mit klarem Wasser nachgewischt werde. Viele Kunststoffspielzeuge, wie Konstruktionsbausteine oder Töpfe etc. dürfen auch in der Spülmaschine gereinigt werden, dies sollte allerdings nur mit Klarspüler und bei einem Programm mit niedriger Trocknungstemperatur (z.B. Glasprogramm) erfolgen.

Bei Bade-/Spritztieren ist darauf zu achten, das Wasser nach dem Baden vollständig aus dem Gummikörper zu drücken und es eventuell auf einem Handtuch auf der Heizung mit der Öffnung nach unten trocknen zu lassen. Um Schimmel vorzubeugen, können die Figuren auch mit Essigwasser oder Mundspülung ausgeschwenkt werden. Danach einfach mit klarem Wasser nachspülen, gut ausdrücken und trocknen lassen.

Stofftiere können meist einfach mit in die Waschmaschine gepackt werden, natürlich nur, wenn sie keine Elektronik enthalten. Wenn Sie dem Waschgang Backpulver und ca. 3 EL Essig zufügen lassen sich so auch wunderbar Flecken entfernen. Am besten geeignet ist der Wollwaschgang bei 30°C, der Schleudergang und auch der Trockner sollten allerdings gemieden werden. Milben und andere Ungeziefer können durch ein ausgedehntes Schläfchen im Gefrierschrank abgetötet werden. Das Tier kommt in einen luftdichtverschließbaren Gefrierbeutel und sollte dann ca. zwei bis drei Tage im Gefrierschrank bleiben. Danach sollte nochmals ein Waschgang, ob in Maschine oder per Hand, folgen um Überreste zu entsorgen. Bei Stofftieren, die gar nicht gewaschen werden dürfen kann man schlechte Gerüche oder Fettschmutz auch mit Natron entfernen. Das Tier einfach mit dem Natron in eine Tüte packen, verschließen und schütteln. Anschließend etwa einen Tag ruhen lassen und danach gut absaugen.

Holzbausteine oder -spielzeug dürfen hingegen auf keinen Fall in der Waschmaschine oder dem Geschirrspüler gereinigt werden! Lackierte Bausteine werden mit lauwarmer Seifenlösung oder verdünnter Essiglösung gereinigt und anschließend mit klarem Wasser nachgewischt und abgetrocknet. Unlackierte Bausteine sollten lieber ohne Seife gereinigt werden, dürfen aber bei stärkeren Verschmutzungen mit einem feinen Schleifpapier leicht abgeschmirgelt werden.

Viele Hersteller liefern mit ihren Produkten eine detaillierte Reinigungsanleitung mit oder stellen eine auf ihrer Homepage zur Verfügung, bitte lesen Sie diese und bewahren sie auf!

Wie auch in vielen anderen Bereichen gilt aber auch für Spielzeug, Reinigung ist wichtig, sollte aber nicht übertrieben werden.

Sicher mit Knete spielen

Mit Hilfe von Knete lässt sich die Entwicklung von Kindern auf vielfältige Weise fördern. Durch den Kontakt mit Knete werden die sensorischen Fähigkeiten ausgebaut. Die Entwicklung der (fein) motorischen Fähigkeiten der Kinder werden beim Modellieren, Drücken, Teilen, Rollen und sonstigem Umgang mit der Knete unterstützt. Besonders die Kreativität und die Wahrnehmung der Kinder werden durch das Kneten gefördert, da für das Nachbilden bekannter Gegenstände oder Dinge der eigenen Fantasie eine genaue Auffassungsgabe und ein gutes Vorstellungvermögen benötigt werden. Da es beim Spielen mit der Knete keine festen Regeln gibt, wird so die Kreativität besonders gefördert.

Für einen sorglosen sicheren Umgang mit der Knete werden in der Spielzeugrichtlinie Vorgaben gemacht. Dies betrifft auch die Anforderungen an die Unbedenklichkeit der Inhaltsstoffe. Eltern wollen natürlich, dass ihre Kinder nur mit sicheren bzw. unbedenklichen Spielzeugen in Kontakt kommen. Oftmals verlassen sie sich dabei auf ihre eigene Wahrnehmung. Beispielsweise sollte die Knete keine allzu starken Gerüche aufweisen. Allerdings muss hier berücksichtigt werden, dass das Urteil der Eltern ein subjektiver Eindruck ist und eine chemische Unbedenklichkeit nicht durch die persönliche Wahrnehmung von Geruch und Haptik etc. der Knete geprüft werden kann. Die Unbedenklichkeit der Knete bzw. der enthaltenen Stoffe wird durch die aktuellen gesetzlichen Vorgaben und Grenzwerte vorgeschrieben, da alle in der Knete enthaltenen Stoffe (wie Farbstoffe, Konservierungsstoffe oder Metalle) diese (Richtlinie 2009/48/EG bzw. Verordnung (EG) Nr. 1272/2008) einhalten müssen. Diese gesetzlichen Vorgaben für Spielzeuge enthalten strengere Grenzwerte als beispielsweise für Lebensmittelkontaktmaterialien. Dort wird z.B. die Konzentration von lediglich 8, in Spielzeug jedoch die Konzentration von 18 Metallen gesetzlich begrenzt. Weiterhin gelten für die Knete, wegen ihrer haftenden Eigenschaft, die strengsten Metall-Grenzwerte aller Spielzeugmaterialien (Richtlinie 2009/48/EG Anhang II Teil III Nummer 13 – flüssige oder haftende Spielzeugmaterialien). Zur Einhaltung der Vorgaben und Grenzwerte zählt auch ein Verbot bestimmter allergener Duftstoffe (Richtlinie 2009/48/EG Anhang II Teil III Nummer 11). Um die chemische Unbedenklichkeit gewährleisten zu können, ist die vorsorgliche und unabhängige Kontrolle der gesetzlichen Vorgaben nötig. Sichere unbedenkliche Knete kann durch gute und umfassende Kontrollen gewährleistet werden. Deswegen empfehlen sich Markenprodukte von Herstellern, die ihre Knete selbstständig kontrollieren, aber auch häufig von unabhängiger Stelle kontrollieren lassen. Markenprodukte werden oft auch durch Behörden und NGOs, immer wieder auch vor Weihnachten, geprüft.

DVSI Fachausschuss Kommunikation und Lobbyarbeit

DVSI Fachausschuss KommunikationDer DVSI Fachausschuss Kommunikation & Lobbyarbeit nimmt im DVSI eine sehr wichtige Funktion ein. Er berät und unterstützt die DVSI-Geschäftsführung bei deren zentralen Aufgaben, die Unternehmen der Spielwarenindustrie zu vertreten und für sie Sprachrohr zu sein.

Spielen ist Kulturerbe

spielen ist kulturerbeDer DVSI reicht 2019 die Bewerbung zur Aufnahme der kulturellen Ausdrucksform „Spielen mit Spielzeug“ in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes ein.

Das immaterielle Kulturerbe umfasst nach Definition der UNESCO-Konvention „Bräuche, Darstellungen, Ausdrucksformen, Wissen und Fertigkeiten – sowie die dazu gehörigen Instrumente, Objekte, Artefakte und kulturellen Räume […], die Gemeinschaften, Gruppen und gegebenenfalls Einzelpersonen als Bestandteil ihres Kulturerbes ansehen.“

Schon immer wird gespielt. Spielen, insbesondere mit Spielzeug, gehört zum Leben wie die menschlichen Grundbedürfnisse Schlafen, Essen und Trinken. Deshalb ist in Art. 31 der UN Kinderrechtskonvention das „Recht auf Spiel“ bereits verankert.

Finden Sie hier den DVSI Flyer "Spielen ist Kulturerbe" und unterstützen Sie uns! Schreiben Sie uns, warum auch für Sie Spielen Kulturerbe ist - unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! freuen wir uns auf Ihre Mitteilung!

DVSI – Die Lobby für Spielwaren

Der DVSI ist die Interessenvertretung in Deutschland für die Spielwarenindustrie. Der Verband vertritt die Anliegen des Verbandes und der Mitgliedsunternehmen aktiv gegenüber allen politischen Gremien insbesondere in Bund und Ländern sowie gemeinsam mit dem europäischen Dachverband TIE auf europäischer Ebene. Er nimmt dabei an Anhörungen teil, erstellt Stellungnahmen zu aktuellen Gesetzgebungsverfahren und tritt in direkten Kontakt mit den politischen Entscheidungsträgern aller Ebenen. Im Rahmen von Veranstaltungen und Seminaren stellt der DVSI seinen Mitgliedern gesetzliche Neuerungen vor und bindet auch hier politische Institutionen mit ein.

Die Bandbreite der Themen ist groß und reicht von der Vermittlung des Wertes von Spielen über die Neuerungen und aktuellen Entwicklungen beim Thema Produktsicherheit bis hin zu Themen wie die der vernetzten Spielzeuge, sogenannte connected toys.