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DVSI - Mitgliederversammlung 2014

Staatssekretär Gerd Billen referiert in der DVSI-Mitgliederversammlung – Michael Kehlet bei der Tagung in Berlin in den engeren Vorstand gewählt – DVSI und seine Arbeitsgruppen vor neuen Herausforderungen

Berlin / Stuttgart (wg) – Der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie ist gut aufgestellt, nimmt eine wichtige Funktion für Verbraucher - vor allem hinsichtlich der Spielzeugsicherheit – wahr und wird zunehmend stärker in der Öffentlichkeit und in den Medien wahrgenommen. Dies ist das Fazit der diesjährigen Mitgliederversammlung, die am 2. und 3. Juli in Berlin stattgefunden hat. Gastgeber war die Iden System Großhandels GmbH, die sich zum Auftakt des informativen Treffens während einer Firmenführung vorstellte.

Auf der Agenda der von DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil souverän geleiteten umfangreichen Tagung standen die Berichte zur sehr positiven Entwicklung des DVSI, zu Finanzen und Kasse, die Nachwahl zum Engeren Vorstand, die Vorstellung der neuen DVSI-Website unter der Domain www.dvsi.de, ein Special zu den aktiven Gruppen Holzspielzeug, Spieleverlage, Karneval und Modellbau innerhalb des DVSI, aktuelle Branchendaten sowie die gesellschaftliche Verantwortung der Mitgliedsunternehmen.

Nach dem Ausscheiden von Dirk Engehausen (LEGO) aus dem engeren Vorstand des DVSI wurde Michael Kehlet (LEGO) in das Gremium gewählt. Finanziell ist der Verband gesund; Uwe Schubert von der DVSI-Geschäftsstelle konnte bei einem Etat-Volumen von 888 000 Euro von einem Jahresüberschuss in Höhe von 15 000 Euro berichten. Die 38 Vollmitglieder des DVSI entlasteten Vorstand und Geschäftsführung mit großer Mehrheit.

Die politische Kompetenz verkörperte Staatssekretär Gerd Billen vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Spielzeug sei nicht nur zum Verschenken und Spielen da, sondern müsse auch Sicherheit bieten, sagte er. „Verbraucherbildung ist ein wesentlicher Punkt, deshalb braucht er ein Leitbild." Gleichzeitig könne man aber nicht alle Risiken ausschalten. Siegel und Label, aber auch Vertrauen in Marken oder das Urteil von Freunden könnten Kaufentscheidungen beeinflussen. Billen forderte, dass die einzelnen Branchen „selbst die schwarzen Schafe" aus dem Markt nehmen.

Generaldirektorin Catherine Van Reeth von Toy Industries of Europe (TIE) berichtete aus Brüssel, angesichts steigenden Misstrauens und Skepsis und mehr nationalistischen Handels werde sich die EU stärker auf den Verbraucherschutz konzentrieren. Aus TIE-Sicht sei dieser aber „genug geschützt". Sie erwarte, dass Deutschland des EuGH-Urteil akzeptiert und es deshalb keine neue Spielzeugrichtlinie geben wird.

Über die Erweiterung des Projekts „Spielen macht Schule" referierte Simone Linden. In einer Pilotphase sollen 100 Ganztagesschulen Spielepakete zur Realisierung der Aktion „Spielen am Nachmittag" erhalten. „Spielen macht Schule" habe inzwischen deutschlandweit 1392 Grundschulen – 8,5 Prozent aller Grundschulen - mit knapp 250 000 spielenden Kinder erreicht.

Über die Neuausrichtung der Aktionen zum „Internationalen Kindertag" (am 1. Juni jeden Jahres) berichtete Verena Urbschat (EPOCH Traumwiesen). Im September dieses Jahres soll das neue Konzept präsentiert werden. Fest steht schon jetzt, dass das Adjektiv „International" künftig weggelassen wird.

Um faire Arbeitsbedingungen bei der Produktion von Spielwaren in Fernost – Drei Viertel aller Spielzeuge kommen aus China – ging es beim Bericht von Christian Ewert (ICTI CARE Foundation). Er betonte die soziale Verantwortung der Spielzeugbranche für Arbeitszeiten und Löhne, die auch vor Risiken schützt.

Interessante Zahlen präsentierte Joachim Stempfle von der npd group Deutschland). Die Spielwarenverkäufe im Dezember 2013 hätten einen Anteil von 28,2 Prozent am Gesamtumsatz erreicht. Weihnachtseinkäufe würden immer später getätigt: In der KW 52 sei ein Plus von 42,7 Prozent erreicht worden. Stempfle berichtete, dass die Ausgaben pro Kind steigen – von 207 Euro (im Jahr 2008) auf 269 Euro (2013). Im 4. Quartel 2013 habe der Online-Anteil 30 Prozent betragen. Positiv entwickeln sich die Adventskalender (5 Prozent Umsatzanteil im November) und die Osterkalender als neuer Trend. Auch der Kindertag am 1. Juni trage zu Umsatzsteigerungen der Branche bei.

DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil, dessen neue Strategien mit viel Lob quittiert wurden, sagte, die zentralen politischen Themen mit Lobbyarbeit und Kontakten in die Politik auf Europäischer, Bundes- und Landesebene sowie die vielschichtige Kommunikation würden konsequent fortgesetzt. Auf der Agenda stehen auch die soziale Verantwortung, ökologische Nachhaltigkeit, Werbung in Richtung Kinder, Supply-Chain-Management und verstärkt das „Value of Play". Brobeil erwähnte den Umzug der Geschäftsstelle zum 1. Januar 2015 von Stuttgart nach Nürnberg sowie das 25-jährige Bestehen des DVSI im Jahr 2016. Die Mitgliederversammlung des DVSI 2015 ist auf den 1. und 2. Juli in Nürnberg terminiert. Gastgeberin ist dann die Simba-Dickie-Group.

Der DVSI mit Sitz in Stuttgart entstand im Jahr 1991. Er vertritt die Interessen von derzeit 229 Unternehmen der Spielwaren-Industrie in Deutschland. Der Jahresumsatz der Branche liegt bei mehr als 2,7 Milliarden Euro, die Mitglieder beschäftigen in Deutschland knapp 10 500 Mitarbeitende.


Pressekontakt

Wolf Günther

Wolf M. Günthner
Pressevertreter DVSI und Spieleverlage e.V.

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