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Virtueller DVSI SafetyDay 2020: Spielzeugsicherheit und Nutzung von biobasierten Kunststoffen waren die Top-Themen

Rund 60 Teilnehmer nahmen am 8. Oktober am ersten virtuellen SafetyDay der DVSI Aka¬demie Digital teil, um sich über den neuesten Stand der EN 71 und die aktuellen Entwick¬lungen bei den Sicherheitsanforderungen für Spielzeug zu informieren.

Neben dem Update über die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben in Normen durch die Sicherheits¬experten Alexander Breunig vom DVSI und Dr. Kathrin Birkmann vom Technical Competence Center Toys des TÜV Rheinland stand im zweiten Teil der Veranstaltung der Themenblock Nach¬haltigkeit/Umwelt auf der Agenda. Tenor: Wer fossile Rohstoffe durch erneuerbare ersetzen will, steht vor einer Vielzahl logistischer, technischer und funktionaler Heraus¬forderungen. Der Einstieg bietet für Marken und Qualitäts¬produkte allerdings auch Chancen.

Trotz Corona, der DVSI macht weiter Verband. Erstmalig wanderte der DVSI mit seinem SafetyDay ins Netz ab. „Spielzeugsicherheit ist ein Dauerthema und ständig im Fluss“, so der DVSI-Sicherheitsex¬perte Alexander Breunig, der seit mehr als zwei Jahrzehnten Mitglied in deutschen und europäischen Nor¬mungsgremien zur Spielzeug¬sicherheit ist. „Umso wichtiger sind regelmäßige Updates.“ Einen Überblick über die gesetz¬lichen und normativen Regelungen für Spielzeug lieferte Dr. Kathrin Birkmann, während Alexander Breunig in seinem Vortrag den Fokus auf die neue SCIP-Datenbank der Europä¬ischen Chemikalien¬agentur ECHA richtete. „Ende Oktober wird die Datenbank freige¬schaltet“, betonte Breunig, „und ab 5. Januar 2021 besteht eine Meldepflicht für alle Erzeugnisse in der EU, die SVHC mit einem Gehalt von über 0,1% enthalten.“ Der auf Pro¬dukthaftung und Produkt¬sicherheitsrecht spezialisierte DVSI Experte Rechtsanwalt Dr. Arun Kapoor beschloss mit seinem Vortrag „Rechtsschutz gegen fehlerhafte RAPEX-Meldungen“ den ersten Themenblock. Seine Botschaft: Chancen, rechtlich gegen fehlerhafte Meldungen vorzugeben, gibt es durchaus, aber das Verfahren sei sehr komplex, aufwändig und zeitlich intensiv, weshalb jedes Unter¬nehmen sorgfältig prüfen sollte, ob es den Rechtsweg beschreiten wolle.

Den zweiten Themenblock Nachhaltigkeit/Umwelt eröffnete der DVSI Experte für biobasierte Chemie und Gründer von narocon InnovationConsulting, Dr. Harald Käb, mit einem dysto¬pischen Blick auf die durch den Klimawandel verursachten Veränderungen unserer Lebens¬grundlagen. Käb zeigte in seinem Parforceritt durch die Welt der biobasierten Kunststoffe aber auch auf, dass Veränderungen durchaus möglich sind. Kristina Block vom TÜV Rheinland richtete in ihrem Referat den Blick auf das Thema Lieferketten und den Einsatz von recycel- und kompostier¬baren Kunst¬stoffen. Auch hier, so die Expertin, würden im Markt entsprechende Labels für biobasierte Kunststoffe existieren, analog etwa dem FSC-Label. Nelleke van der Puil, Vice President Materials der LEGO Group, berichtete zum Stand der ökologischen Transformation des Unternehmens. Vor fünf Jahren kündigte die LEGO Group den Aufbau eines Forschungs-zentrums, das „LEGO Sustainable Materials Centre“, zur Erforschung und Nutzung nach-haltiger Alternativen zu herkömmlichen Ma¬terialien bis zum Jahr 2030 an. 2018 folgten die ersten Produkte aus Zuckerrohr. Der Austausch von ABS-Kunststoff durch alternative Werkstoffe bedeutet gleich in mehrfacher Hinsicht eine große Herausforderung bei der Herstellung von langlebigen Präzisions¬produkten. Nicht nur der Aspekt Nachhaltigkeit, sondern auch technische und chemische Fragen an die Qualität biobasierter Rohstoffe stecken den Rahmen nach alternativen Materialien ab. Das Thema Nach¬haltigkeit/Umwelt wird auch in den kommenden Jahren ein Schwerpunkt der DVSI-Arbeit sein.


Pressekontakt

Gerda Schwab

Gerda Schwab

Tel. 0911/477112-22

schwab@dvsi.de

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