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EU-Kommissar Günther H. Oettinger ist „DVSI-Botschafter des Spielens“

 Schorndorf/Nürnberg (wg) – Besser spät als nie. Die Premiere von EU-Kommissar Günther H. Oettinger als neuer internationaler „DVSI-Botschafter des Spielens“ war mit einigen Schwierigkeiten verbunden.

Da der frühere Ministerpräsident von Baden-Württemberg auf der Anreise wegen eines schweren Unfalls auf der Autobahn lange im Stau fest saß, erreichte er das SOS-Kinderdorf Württemberg in Schorndorf-Oberberken mit mehr als zwei Stunden Verspätung. „Ich komme auf jeden Fall, auch wenn es Nacht wird“, beruhigte der 64 Jahre alte CDU-Politiker mehrfach während seiner Zwangspause via Telefon die wartenden Kinder.

Die Herbstsonne strahlte, als Günther Oettinger dann als „DVSI-Botschafter des Spielens“ die von den Mitgliedsunternehmen des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie (DVSI) gespendeten Spielzeuge an die 70 dauerhaft im Kinderdorf wohnenden Kinder im Alter von drei bis 19 Jahren überreichte. Der EU-Kommissar bedankte sich „für die Ehre“, als ehrenamtlicher Botschafter an der erfolgreichen sozialen Aktion des DVSI („eine tolle Idee“) teilnehmen zu dürfen. Spielzeuge seien „das Beste“ für junge Menschen, pädagogisch wertvoll; spielerischer Wettbewerb sei wichtig, man lerne Gewinnen und Verlieren und Fairplay. Und Günther Oettinger mahnte: „Man darf nicht bescheißen.“

„Mit Spielen lernt man spielerisch“, konstatierte der EU-Kommissar. Neben Lernen gehöre auch Spielen zum Leben. Er beneide sie um die vielen neuen Spielzeuge, hinter denen „tolle Ideen“ steckten. „Ich würde am liebsten auch mit dem grünen Traktor fahren, bin aber leider zu groß dafür“, gab er zu, als ein kleiner Bub an ihm vorbeifuhr.Günther Oettinger erzählte, dass es auch schon früher gute Spielzeuge gegeben habe. Als Kind habe er zusammen mit seinem Bruder Eisenbahn („Märklin war das größte für mich“) gespielt und selbst geklebte Faller-Häuser aufgestellt. Später habe er gerne Mensch ärgere dich nicht, Dame, Mühle und Schach gespielt. Dann habe ihn das Flipper-Fieber gepackt („die gibt es leider kaum noch“). „Heute spiele ich gerne Tischfußball und Skat“, berichtete er.

DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil ging auf den Wert des Spielens ein: „Spielen macht schlau und bereitet Kinder ideal aufs Leben vor. Wir bilden das Große im Kleinen ab.“. Er dankte Günther Oettinger für dessen Bereitschaft, sich in den Dienst der guten Sache zu stellen und überreichte ihm die Urkunde als „DVSI-Botschafter des Spielens“. Im Gegenzug lud der EU-Kommissar eine DVSI-Delegation zum Besuch noch in diesem Jahr nach Brüssel ein, um im europäischen Rahmen über Spielwaren im Kontext von der EU-Kunststoffstrategie, Produktverantwortung, Biobasierte Materialien, Recyclate und Verpackungsreduzierung zu sprechen. „Ihrem Verband wünsche ich viel Erfolg“, sagte der EU-Kommissar an die Adresse des DVSI.

Zuvor hatten Kinderdorf-Leiter Rolf Huttelmaier und Dr. Kay Vorwerk, der Geschäftsführer der SOS-Kinderdörfer in Deutschland, den EU-Kommissar begrüßt. „Heute fällt das Scheinwerferlicht der EU auf das SOS-Kinderdorf“, stellte Dr. Kay Vorwerk fest. Günther Oettinger wiederum lobte die „wichtige und wertvolle pädagogische Arbeit der Kinderdörfer“ und wünschte den Bewohnern „gute Jahre“ auf dem Weg vom Kleinkind zum Schüler, vom Jugendlichen zum Erwachsenen. Und nachdem die Kinder zuvor ein Begrüßungslied und zum Abschluss ein Dankeslied sangen, ließ es sich Günther Oettinger nicht nehmen, sich mit einem spontanen Ständchen am Klavier zu bedanken. Danach nahm sich der EU-Kommissar noch die Zeit für Kaffee und Kuchen in einer Kinderdorf-Familie und plauderte mit den dort lebenden Kindern, ihrer Kinderdorf-Mutter und DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil. „Ich nehme tolle Erinnerungen mit“, lautete Günther Oettingers positive Bilanz.


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Wolf Günther

Wolf M. Günthner
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