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DVSI bleibt sehr gut aufgestellt – Interessenvertretung der Spielwarenbranche für Zukunftsthemen gerüstet – Bayerns Staatsminister Pschierer sagt Unterstützung zu

Nürnberg (wg) – Der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) blickt optimistisch in die Zukunft. „Wir sind sehr gut aufgestellt und für die Zukunftsthemen bestens gerüstet“, lautete das positive Fazit von DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil nach der Mitgliederversammlung am 5. Juli 2018 in Nürnberg.

Die vor sechs Jahren entwickelte Strategie stimme, deshalb werde der DVSI den eingeschlagenen Erfolgskurs weitergehen und mit „strategischen Updates“ dem Verband eine noch höhere Schlagkraft geben. Einstimmig wurde der fünfköpfige Engere Vorstand für die Amtsperiode bis 2021 bestätigt; im sechs Mitglieder umfassenden Erweiterten Vorstand gab es eine Veränderung: Für den nicht mehr kandidierenden Daniel Barth (Steiff GmbH) wurde Susanne Knoche (Ravensburger Spieleverlag GmbH) gewählt.

In seinem Grußwort sicherte Franz Josef Pschierer, der Bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Energie und Technologie, dem DVSI seine Unterstützung zu. „Das Wirtschaftsministerium hat nicht nur die Großen im Blick. Wir haben viele Markenzeichen in Bayern, die Spielwaren gehören dazu. Eine schöne Branche“, sagte der Politiker. Fast jeder zweite Beschäftigte in der Spielwarenbranche arbeite im Freistaat. Vieles im Leben werde spielend gelernt, hob der Staatsminister den pädagogischen Wert des Spielens hervor. Spielzeuge würden die „heitere Seite des Lebens“ bedienen und für Kinderlachen sorgen. Pschierer ging auch auf die Herausforderungen der Zukunft ein, wie die ungleichen Bedingungen durch Online-Händler, Markteinschränkungen und Produktverbote, flexibles Arbeitsrecht oder den Abmahnmissbrauch. „Wir haben Ihre Branche im Fokus“, gab der Minister dem DVSI Rückendeckung.

Auf der Agenda der von Ulrich Brobeil souverän geleiteten Mitgliederversammlung in den Räumen von Lebkuchen Schmidt standen der Bericht zur Verbandsentwicklung 2017/18, der Finanz- und Kassenbericht, die Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung sowie die Neuwahlen des Engeren und Erweiterten DVSI-Vorstands.

Gerhard Schmelzer, Geschäftsführer von Lebkuchen Schmidt, begrüßte die DVSI-Mitglieder im weihnachtlich geschmückten Gäste- und Vortragssaal – die Mitgliederversammlung stand unter dem Motto „Weihnachten im Sommer“ - des 90 Jahre alten Traditionsunternehmens mit knapp 300 Mitarbeitern und bis 1000 Saisonbeschäftigten. Beim größten Lebkuchen-Versandhändler der Welt werden seit einem Monat die Lebkuchen für Weihnachten gebacken.

Datenschutz, Spielzeugsicherheit, Werbung gegenüber Kindern sowie die Digitalisierung nannte Ulrich Brobeil als aktuelle Schwerpunkte der Verbandsarbeit. Hinzu kommen die Begleitung europäischer Themen, die Einhaltung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen in Schwellenländern, die frühkindliche Bildung durch Spielen, die Präsenz bei der Spielwarenmesse und die Kontakte in die Politik. Der DVSI-Geschäftsführer zeigte sich auch zufrieden mit der Resonanz, die Wahl der „Toy City“ Nürnberg als Tagungsort sei positiv angenommen worden.

Bei den turnusmäßigen Wahlen setzten die DVSI-Mitglieder auf Kontinuität. Nach der einstimmigen Entlastung von Geschäftsführung und Vorstand wurden Paul Heinz Bruder (BRUDER SPIELWAREN GmbH + Co. KG), Frédéric Lehmann (LEGO GmbH), Frank R. Schneider (rolly toys /Franz Schneider GmbH & Co. KG), Felix Stork (SIMBA-DICKIE-GROUP GmbH) und Jörg Vallen (BUSCH GmbH & Co. KG) als Mitglieder des Engeren Vorstands wiedergewählt. Neben diesem Quintett gehören dem Erweiterten Vorstand, wie bisher, Christian Alsbaek (ROLLPLAY GmbH), Beate Becker (Heless GmbH), Ulrich Hirsch (Clementoni Deutschland), Dr. Rainer Noch (NOCH GmbH & Co. KG) und Sven Rathgeber (Rathgeber GmbH) sowie neu Susanne Knoche (Ravensburger Spieleverlag GmbH) an.

Wirtschaftlich steht die Interessenvertretung der wichtigsten Spielwarenhersteller weiterhin auf einer gesunden Basis: Der Etat von 966 000 Euro weist ein Vermögen und Kapital von jeweils 280 000 Euro sowie einen Überschuss von 2000 Euro aus. Die nächste DVSI-Mitgliederversammlung wird am 3./4. Juli 2019 bei VEDES in Nürnberg stattfinden.

Uwe Stützle, Sprecher des DVSI-Fachausschusses Technik und Umwelt, informierte die Mitglieder über das am 1. Januar 2019 in Kraft tretende Verpackungsgesetz, das die Verpackungsordnung ablöst. Er empfiehlt den Herstellern, sich rechtzeitig bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister zu registrieren, um Bußgelder oder sogar ein Verkaufsverbot zu vermeiden.

Dr. Michael Haas, Leiter des Zentralbüros von Media Smart e.V. Köln, zeigte zum Thema „Werbung gegenüber Kindern“ Wege auf, wie Kinder für die digitale Zukunft fit gemacht werden können. Der DVSI und einige seiner großen Mitgliedsunternehmen sind bereits in der gemeinnützigen, internationalen Bildungsinitiative engagiert; deren Ziel ist es, Kindern Medienkompetenz zu vermitteln, damit sie sachgerecht und verantwortungsvoll mit Werbung umgehen.

Über aktuelle und geplante Aktionen in Europa sowie neue Vorschriften und Regularien der EU zu Spielwaren berichtete Catherine van Reeth, die Generaldirektorin von Toy Industries of Europe (TIE). Im laufenden Jahr ist eine Vielfalt von Maßnahmen vorgesehen. Eine große Herausforderung sieht der europäische Verband in den im Mai 2019 anstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament sowie die Konstitution von EU-Kommission und Europäischem Rat.

Parallelen zwischen Süßwaren und Spielwaren zeigte Tobias Behle von Ferrero Deutschland GmbH in seinem Referat „Was wäre Weihnachten ohne Süßwaren?“ auf. Für den Head of Category Management and Shopper Marketing beim Süßwaren-Riesen ist es wichtig, „Wissen über Shopper zu generieren“, dieses in Konzepte zu übersetzen und mit den Handelspartnern zu teilen. Ferrero erreiche 98 Prozent der Deutschen, 99 Prozent der Haushalte würden Süßigkeiten kaufen. Süßware sei impulsiv, ähnlich wie Spielware. Tobias Behle berichtete aus Studien, dass 52 Prozent der Einkäufe in der Weihnachtszeit einen „konkreten Bezug“ haben; von Januar bis November sind es nur 41 Prozent. Hauptziel sei es, mehr Kunden „zum Konsum verführen“ und mehr Kunden in die Geschäfte zu bekommen.

Am Vorabend der Mitgliederversammlung trafen sich die Teilnehmer zum Rooftop Networking in den Räumen der Design Offices Nürnberg GmbH über den Dächern der fränkischen Metropole, wobei Tarmo Vaask, sonst als Chordirektor und Kapellmeister am Staatstheater Nürnberg tätig, als Weihnachtsmann auftrat und mit der Ziehharmonika das Lied „O Tannenbaum“ intonierte, was vielstimmigen Widerhall fand.


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Wolf Günther

Wolf M. Günthner
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