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Forderung des DVSI zum Kindersicherheitstag: Politik muss Vertriebswege von Plagiaten und unsicheren Spielzeugen schließen – Sicheres Spielzeug gibt es nicht am Wühltisch

Nürnberg (wg) – Anlässlich des bundesweiten Kindersicherheitstages am 10. Juni fordert der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) die zuständigen Ministerien des Bundes und der Länder sowie die gesetzgebenden Parlamente zu einer Initiative

gegen unsicheres Spielzeug und Plagiate auf. „Wir sehen dringenden politischen Handlungsbedarf, um die kriminellen Machenschaften zu stoppen und den Import unsicherer und belasteter Produkte sowie von Plagiaten einzudämmen“, sagt DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil.

Den Käufern empfiehlt er, beim Kauf von Spielzeug auf das CE-Prüfzeichen zu achten. „Dieses Zeichen ist der Reisepass für die EU und die Garantie dafür, dass ein Spielzeug sämtliche Sicherheitsanforderungen erfüllt, die in der EU auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse vorgeschrieben sind“, erklärt der Jurist. „Die Sicherheit der Produkte hat für uns höchste Priorität. Unsere Mitgliedsfirmen haben den Anspruch, nicht nur sämtliche gesetzlichen Anforderungen einzuhalten, sondern die Grenzwerte sogar deutlich zu unterschreiten. Damit werden Qualität und Sicherheit der Spielwaren unserer Hersteller garantiert.“ Weiter stellt der DVSI-Geschäftsführer fest: „An Wühltischen oder bei dubiosen Internet-Anbietern gibt es sicheres Spielzeug dagegen nicht.“ Gleichzeitig würden pauschale Aussagen wie „Spielzeug ist unsicher oder gefährlich“ nichts nützen.

Der Interessenverband der deutschen Spielwaren-Unternehmen weist bereits seit Jahren darauf hin, dass durch Spielzeug, das nicht den Regeln der europäischen Spielzeugrichtlinie entspricht und teilweise illegal über das Internet nach Deutschland eingeführt wird, in der hauptsächlich mittelständisch und von Familienunternehmen geprägten Spielwarenindustrie großer Schaden entsteht. „Außerdem werden dadurch Arbeitsplätze vernichtet und dem Staat entgehen Steuereinnahmen in Millionenhöhe“, sagt Ulrich Brobeil.

Gefälschte Markenspielzeuge und nicht der europäischen Spielzeugrichtlinie entsprechende Spielwaren führen immer wieder das Ranking des „Rapid Exchange of Information System“ (RAPEX), das Schnellwarnsystem der Europäischen Kommission, an. Darin veröffentlicht die EU-Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher regelmäßig europaweite Warnungen vor gefährlichen Produkten aller Art. „Diese unsicheren Spielzeuge und Plagiate sind allein für unseriöse Hersteller und Produktpiraten ein Gewinn“, konstatiert der DVSI-Geschäftsführer.

Der Verband mit den 230 wichtigsten Spielzeugherstellern beobachtet, dass immer mehr ausländische Verkäufer, und zwar insbesondere aus China, ihre Produkte in Logistikzentren von Internet-Verkaufs-Portalen einlagern. Dadurch können diese oft genauso schnell liefern wie deutsche Händler. „Allerdings treten die ausländischen Anbieter mit den deutschen Unternehmen in einen unfairen Wettbewerb. Die Logistik-Anbieter, wie z.B. Amazon, agieren in einer Rechtslücke, denn die Marktüberwachung kann die Ware nicht kontrollieren und die Finanzämter können keine Steuern erheben“, sagt Ulrich Brobeil. Chinesische Händler und Hersteller müssten auch keine Bußgelder befürchten, weil sie sich außerhalb der Reichweite deutscher Behörden bewegen.

Für den DSVI steht deshalb fest: „Diese Kriminalitätsformen lassen sich nur bekämpfen, indem die Vertriebswege der Täter gekappt werden.“ Die Politik sei nachdrücklich gefordert, die Ströme unsicherer und gefälschter, vor allem über das Internet vertriebener Spielwaren aus dem Ausland nach Deutschland einzudämmen und zu unterbinden. Deshalb setzt sich der DVSI auch dafür ein, dass Betreiber von Internet-Plattformen für den Verkauf von unsicheren und gefälschten Waren endlich in Verantwortung genommen werden.

Das Motto des diesjährigen Kindersicherheitstages – „Für Kinder nur das Beste!“ – sei auch auf die Spielwaren übertragbar. „Das beste Spielzeug ist sicheres Spielzeug“, sagt Susanne Braun, die im DVSI für das Zentrale Management Spielzeugsicherheit zuständig ist. „Wir bieten unseren Mitgliedsunternehmen gerade im Bereich Sicherheit monatlich Service- und Schulungsveranstaltungen an, um die Mitarbeiter mit Standards und Regularien vertraut zu machen und neue Regelungen zu vermitteln“, erklärt die studierte Chemikerin.


Pressekontakt

Wolf Günther

Wolf M. Günthner
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