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DVSI Pressemitteilung zur Abschluss-Pressekonferenz der Spielwarenmesse 2017

Nürnberg (wg) – Die Deutschen befinden sich im Spielfieber. Spaß, Lust und Freude am herrlichsten Hobby war bei den Besuchern und Ausstellern in allen Hallen und an den Ständen der diesjährigen Spielwarenmesse in Nürnberg hautnah zu spüren.

„Die Spielwarenmesse 2017 war von einer beispiellosen Dynamik geprägt. Zukunft wurde in der Toy City sichtbare Realität. Die Spielzeugbranche bewies mit ihren vielen Innovationen einmal mehr ihren Pioniergeist und ihre Kreativität“, bilanzierte Ulrich Brobeil, der Geschäftsführer des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie (DVSI), hoch zufrieden den Verlauf der weltweit größten Branchen-Schau am Sonntag in Nürnberg.

Als Stimmungstreiber bei den Mitgliedsunternehmen des DVSI erwies sich nicht nur deren positive wirtschaftliche Bilanz für 2016, mit der die Spielwarenbranche dank eines herausragenden Weihnachtsgeschäfts erneut ein Rekordjahr bejubeln durfte und mit einem Umsatzplus von rund 5 Prozent rechnet, womit die 3-Milliarden-Grenze übertroffen werden konnte. Für Euphorie sorgte auch die wieder gewonnene Themenvielfalt im Angebot. „Spielen ist in allen Altersgruppen populärer denn je und voll im Trend“, berichtet Ulrich Brobeil. Ob Klassiker, Evergreen-Spielwaren oder moderne Hightech-Spielzeuge und Lizenzprodukte – mit Spielwaren aus fast allen Bereichen findet die Branche immer besser Zugang in die Familien. „Die Branche hat viel getan“, urteilte auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt lobend während seines Besuchs auf Einladung des DVSI. Und die Spielwarenmesse habe „Weltruhm“.

Von einem Verdrängungswettbewerb zwischen traditionellem und elektronischem Spielzeug kann keine Rede sein. „Im Gegenteil: Beim Kauf heißt es nicht ‚entweder oder‘, sondern ‚sowohl als auch“, berichtet der DVSI-Geschäftsführer. Das klassische Brettspiel sei genauso gefragt wie Computerspiele, die Puppe, das Puzzle oder der Teddy genauso wie Quadrocopter oder Hoverboards.

„Die Erwartungen unserer Mitglieder und der Spielwaren-Branche haben sich total erfüllt. Die Deutschen haben im vergangenen Jahr wieder deutlich mehr Geld für Spielzeug ausgegeben. Und es ist zu erwarten, dass diese Entwicklung auch 2017 anhält“, stellt Ulrich Brobeil zufrieden fest. In Nürnberg habe die Branche noch einmal stark Gas gegeben und sei durchgestartet. Die Rückmeldungen der DVSI-Mitgliedsunternehmen über das Messegeschäft seien überwiegend sehr positiv. So berichteten die Unternehmen über „starke Besucherzahlen an den Ständen“, vor allem auch die Neuheiten seien beim Handel sehr gut angekommen.

Auch die Internationalität der Ausstellung sowie die gegenwärtige politische Weltlage sorge für enormen Schwung. „Unruhige Zeiten sind immer auch Zeiten für Spielwaren. Familien, Freunde und Bekannte rücken dann enger zusammen. Man ist mehr zuhause und verbringt mehr Zeit gemeinsam, auch mit Spielen“, erklärt der DVSI-Geschäftsführer. Beim Spielen würden die Menschen die Hektik und bisweilen auch die Unsicherheit hinter sich lassen und vergessen. Ohnehin gehöre Spielen zum Alltag wie Essen und Trinken, sei Teil des Lebens und habe Lifetime-Charakter. „Im Spiel zählen weder Geschlecht noch Alter oder soziale Herkunft und Bildung. Kleinkinder spielen ebenso wie hochbetagte Senioren, die Kassiererin wie der Topmanager.“

Wirtschaftliche Lage: DVSI-Index gibt Anlass zum Optimismus

Seit 2009 steigt der Umsatz der Spielwarenbranche in Deutschland und damit auch deren Selbstbewusstsein kontinuierlich. Wachstumsmotoren waren vor allem Lizenz-Produkte, die in Zusammenhang mit Filmen oder Fernsehserien stehen. Aber auch der Spiele- und Puzzlemarkt legte in Deutschland um mehr als 20 Prozent zu. Der DVSI konnte während der Messe und auch mit dem im vergangenen November zum zweiten Mal erhobenen DVSI-Index – der neuen Branchenstudie für die deutsche Spielwarenindustrie – eine überwiegend optimistische Stimmung in der Branche für 2017 erkennen. Gefragt nach der aktuellen Lage schätzten 61 Prozent (Vorjahr: 56 %) der befragten Unternehmen ihre aktuelle Situation als gut oder sehr gut ein. Knapp die Hälfte der Mitglieder meldeten eine „klar verbesserte Umsatzentwicklung“. Auch die Mitarbeiterzahlen werden tendenziell – vor allem bei großen und mittleren Unternehmen - weiter aufgestockt; gut ein Viertel planen Neueinstellungen. Negativ dagegen sind aus Sicht der Unternehmen die steigenden Kosten, was zu Lasten der Unternehmensrentabilität geht. Kostentreiber sind steigende Personalkosten, höhere Preise für Material, Rohstoffe und Energie sowie wachsende Aufwendungen für Vertrieb, Marketing und Werbung.

Die Zukunftsperspektiven sind rosig

Ausgehend von der guten Lage der Branche rechnen 44 Prozent der befragten Unternehmen für 2017 mit steigenden Umsätzen. Auch bei der Umsatzrentabilität gehen 35 % der Befragten von Verbesserungen und nur 9 Prozent von einer negativen Tendenz aus. Als Umsatztreiber 2017 sehen die Unternehmen die Erschließung neuer Märkte, Produktinnovationen und positive Entwicklungen bei etablierten Produkten. Die Zukunftsfähigkeit der Spielwarenindustrie unterstreicht auch eine andere Zahl: Die Aufstellung ihres Unternehmens bewerteten die Befragten mit der Schulnote 2,41 (2013: 2,66, 2015: 2,48). Bei den Herstellungsländern der Spielwaren genießen Deutschland und die Länder der EUEurozone höchste Bedeutung – auch für die nächsten drei bis fünf Jahre.

Nürnberg ist Markt der Innovationen und der internationale Treffpunkt der Spielwarenbranche

Die Industrie nutzte einmal mehr die Spielwarenmesse mit ihren 75 000 Neuheiten zur Weichenstellung Für die Zukunft. Entwicklung und Innovation stehen weiterhin klar im Fokus. Davon zeugen sowohl die Qualität als auch die Quantität der hier in Nürnberg ausgestellten neuen Ideen. Nürnberg ist mit 2871 Unternehmen und einem Auslandsanteil von 74 Prozent der Marktplatz der Innovationen und die Messe der Entscheider! Der „Spirit of Play“ war in allen Ausstellungshallen förmlich zu spüren. Die Stimmung an den Ständen war hervorragend, die Aussteller von der Atmosphäre begeistert, weshalb sie die Messe mit Bestnoten bewerteten. Auf der Welt einzigartig treffen hier internationale Kunden und internationale Industrie zusammen und erleben den Querschnitt der Leistungsfähigkeit der Spielwarenindustrie. So wird ein Messebesuch zur lohnenden Investition, zumal unsere Mitglieder ihre
Kontakte ins Ausland signifikant ausbauen konnten. Das sind erstklassige Impulse für das neue Jahr 2017. Gratis dazu gibt es jede Menge Inspiration. Alle unsere Mitglieder, die wir befragt haben, haben den Messeauftritt in Nürnberg fest in ihrem Jahresprogramm verankert.

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Pressekontakt

Wolf Günther

Wolf M. Günthner
Pressevertreter DVSI und Spieleverlage e.V.

Tel. 07151 – 92 02 40
Fax. 07151 – 92 02 42
Mobil 0171 – 317 64 42

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