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Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt besucht auf Einladung des DVSI die Spielwarenmesse – Quadrocopter brauchen Regulierungen – Modelleisenbahn lässt sich besser handeln als die Deutsche Bahn

Nürnberg (wg) – Auf Einladung des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt am Donnerstag die Spielwarenmesse in Nürnberg besucht.

Bei seinem mehr als zweistündigen Rundgang informierte sich der Minister intensiv über Neuigkeiten in vielen Sparten der Branche und lobte bei der Begrüßung durch den DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil und den Messe-Vorstandsvorsitzenden Ernst Kick die Bedeutung der Neuheiten-Schau in der Toy City: „Die Spielwarenmesse hat Weltruhm. “ Seinem bald fünf Jahre alten Sohn habe er aber nichts von seinem Besuch auf der Messe erzählt: „Sonst hätte ich viele Wünsche mitgebracht.“

Der DVSI hatte Alexander Dobrindt eingeladen, „weil der Verkehr auf der Straße, auf Gleisen, auf dem Wasser und in der Luft auch spielerisch stattfindet“ und Spielwaren das Große im Kleinen abbilden, wie Ulrich Brobeil erklärte. Bei seiner Tour durch die Hallen besuchte der Minister die Unternehmen Lego, Revell, Razor sowie Schuco/Märklin. „Kinder wollen nicht nur spielen, sondern dabei auch lernen“, urteilte er, als er Lego Boost am Tablet inspizierte, den Gewinner des Toy Awards. Außerdem schüttelte er den drei Batmen mit einem Lachen die Hände. Geschäftsführer Frédéric Lehmann informierte den Minister über alle Neuigkeiten beim Topseller der Spielwarenbranche.

Mit Revell habe er als Kind einst die ersten Klebeversuche gemacht, erinnerte sich der Minister. Nun konnte er unter Anleitung von Revell-Geschäftsführer Stefan Krings die erste, nur 150 Gramm schwere, fliegende Selfie-Cam steuern und außerdem einen Quadracopter fliegen lassen. Aufklärung über Drohnen sei „sehr wichtig“, erklärte Alexander Dobrindt zu dem vom Bundestag bereits verabschiedeten Gesetz. Die Privatsphäre müsse geschützt sein und Schäden durch den Absturz von Drohnen verhindert werden. „Wir brauchen für dieses Massenphänomen vernünftige Regulierungen“, sagte der Minister. Er geht davon aus, dass elektronisches Spielzeug in Zukunft eine viel größere Rolle spielen wird.

Bei Razor ließ es sich der Minister nicht nehmen, ein Hoverboard selbst auszuprobieren, das nur durch Körperbewegungen bewegt wird. Und am Märklin-Stand, als er mit leuchtenden Augen einen Zug steuerte, wurden bei Alexander Dobrindt Erinnerungen an seine Kinderzeit geweckt. Schließlich seufzte der Minister, als er eine große Gartenbahn-Lokomotive in Händen hielt: „Wenn die Bahn nur immer so leicht zu handeln wäre.“ Am Schuco-Stand wurde der Minister mit dem derzeitigen Rechtsstreit um Lizenzgebühren konfrontiert und wie erheblich die Preisunterschiede für Modelle mit und ohne Lizenzen sind. „Wir sind nicht auf Konfrontation mit den Automobilherstellern aus, sondern wollen eine Kooperation in beiderseitigem Interesse“, sagte Ulrich Brobeil.

Die Spielwarenmesse lasse Trends erkennen, die Branche habe viel getan, lautete das Fazit des Ministers am Ende seines Rundgangs.


Pressekontakt

Wolf Günther

Wolf M. Günthner
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