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DVSI Stellungnahme zu ÖKOTEST-Artikel „Grenzenlos – TEST Anilin in Kinderprodukten“

DVSI kritisiert die Vorgehensweise von ÖKOTEST: Zum wiederholten Male werden verkehrsfähige und sichere Produkte angeprangert und dadurch Verunsicherung bei den Endverbrauchern ausgelöst.

Im aktuellen Heft ‚September 2016' berichtet ÖKOTEST von der Überprüfung von insgesamt 32 Kinder-Produkten auf Anilin und aromatische Amine. Bei den getesteten Produkten handelt es sich um Jeanskleidung, Straßenmalkreide, Strumpfhosen, Krabbelschuhe, Wachsmalkreide, Fingerfarbe und ein Stiftemäppchen.

Ein Grenzwert für Anilin ist für Verbraucherprodukte mangels weitreichender, wissenschaftlicher Erkenntnisse derzeit noch nicht geregelt. Die kanzerogenen (krebserregenden) bzw. mutagenen (erbgutverändernden) Eigenschaften von Anilin sind bis dato noch nicht nachgewiesen. Ökotest legt jedoch wieder einmal willkürlich eigene Maßstäbe an und wertet schon das Vorkommen von Anilin in geringsten Mengen streng ab. Im gleichen Testbericht erklärt jedoch ein unabhängiger Verbraucherschützer, dass er das Vorkommen von bis zu 30 mg/kg Anilin als unproblematisch einstuft.

Die Spielwarenindustrie ist sich ihrer besonderen Verantwortung gegenüber Kindern bewusst. Darauf können Verbraucher vertrauen, denn insbesondere die Hersteller, aber auch Distributoren und Händler stehen für die Qualität und Sicherheit Ihrer Produkte ein. Spielzeug ist eines der am strengsten regulierten Verbraucherprodukte in Europa. Die auf europäischen Vorgaben beruhenden Grenzwerte, die auch unter Mitwirkung des Verbraucherschutzes und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) entstanden sind, haben maßgeblich zu einem hohen Schutzniveau beigetragen. Diese Gesetzgebung wird fortlaufend gemäß neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse hinterfragt und ggf. entsprechend angepasst, um maximale Sicherheit für Kinder zu gewährleisten. So auch im Fall Anilin: Die Einführung eines europäischen Grenzwertes wird bereits in allen relevanten Kreisen diskutiert und wird - sofern die wissenschaftlichen Erkenntnisse das verlangen - zu einem Grenzwert für betroffenen Produktgruppen führen. Grenzwerte ohne wissenschaftlichen Hintergrund stellen zusätzliche Belastungen für die Hersteller von Spielzeug dar, führen dabei jedoch nicht zu einem höheren Schutz der Kinder, sondern lediglich zu höherem Aufwand und höheren Kosten.

Die Spielwarenindustrie begrüßt jede konstruktive Diskussion zum Thema Grenzwerte und Spielzeugsicherheit. Diese sollten jedoch stets auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und gesetzlicher Vorgaben erfolgen. Der vermittelte Eindruck, die Produkte unserer Mitglieder seien aufgrund der von Ökotest gemessenen Werte nicht sicher oder gar mangelhaft, ist falsch. Die von Ökotest betriebene Darstellung ist aufgrund dieser Intransparenz irreführend und führt zu einer unnötigen Verunsicherung der Verbraucher.

Die Mitglieder des DVSI sind sich ihrer Verantwortung für die Qualität ihrer Produkte bewusst und werden weiterhin alles tun, um diese noch zu verbessern. Sie haben in den konkreten von Ökotest bemängelten Fällen sichere und verkehrsfähige Produkte in Verkehr gebracht, welche allen aktuellen nationalen, gesetzlichen und normativen Anforderungen entsprechen.


Pressekontakt

Wolf Günther

Wolf M. Günthner
Pressevertreter DVSI und Spieleverlage e.V.

Tel. 07151 – 92 02 40
Fax. 07151 – 92 02 42
Mobil 0171 – 317 64 42

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