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Stellungnahme zum Ökotest Puppen im Dezemberheft 2014

Stuttgart, 28.11.2014. Die Sicherheit ihrer Produkte hat bei den Mitgliedsfirmen des Deutschen Verbandes der Spielwarenindustrie (DVSI) oberste Priorität.

Es ist dabei nicht nur das erklärte Ziel, sondern auch Anspruch der Spielwarenindustrie, sämtliche gesetzlichen Anforderungen einzuhalten. Die Hersteller führen im Rahmen des Entwicklungsprozesses daher umfangreiche Tests durch, um die Qualität ihrer Produkte sicherzustellen. Der DVSI begrüßt, dass darüber hinaus unabhängige Institutionen wie Ökotest eigene Produktuntersuchungen durchführen, da auf diesem Wege fehlerhafte Produkte aufgefunden werden können. Ökotest legt dabei aber zum Bedauern des DVSI auch bei seiner jüngsten Produktuntersuchung von Puppen abermals eigene, intransparente Kriterien zugrunde, die nicht auf den gesetzlichen Vorgaben basieren, an denen sich die Spielzeughersteller orientieren.

Die jüngsten positiven Testergebnisse, die Ökotest bei Puppen ermittelt hat, sind Ausweis der seit vielen Jahren betriebenen Anstrengungen der deutschen Spielwarenindustrie, nur Spielzeuge, die höchsten Sicherheitsanforderungen genügen, auf den Markt zu bringen. So stellt die Industrie sicher, dass die Spielzeuge neben dem Spaß beim Spiel auch einen in jeder Hinsicht gefahrlosen Umgang ermöglichen. Die bei einigen Puppen von Ökotest ermittelten Mängel werden zugleich von den betreffenden Herstellern sehr ernst genommen und sind ein Ansporn für die Industrie, auch in Zukunft alles daran zu setzen, dass Kinderspielzeug jederzeit unbedenklich und sicher ist. Daher werden die Mängel von den Herstellern umgehend analysiert und korrigiert; einzelne Hersteller haben bereits entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen.

Leider sind die von Ökotest ermittelten Mängel und Bewertungen aus Sicht des DVSI nicht durchweg nachvollziehbar. So bemängelt Ökotest bei einigen Puppen das Auftreten von so genannten Ersatzweichmachern, nachdem die Hersteller bereits seit längerem gerade bedenkliche Weichmacher in ihren Produkten ersetzen. Tatsächlich belegen die Testergebnisse von Ökotest, dass die geprüften Puppen die gesetzlichen Grenzwerte bis auf eine Ausnahme einhalten und damit in chemischer Hinsicht normativ nicht zu beanstanden sind. Bei Kleinteilen wie Wimpern hat Ökotest eine Abwertung vorgenommen, obwohl nach eigener Aussage kein Fehlverhalten im Sinne der Norm EN71 stattgefunden hat; bei luftdurchlässigen Etiketten erfolgte ein Notenabzug, obwohl es sich hierbei, wie auch Ökotest bestätigt, nicht um gefährliche Kleinteile im Sinne der europäischen Spielzeugnorm handelt. Die Problematik mit Etiketten wird darüber hinaus erst seit wenigen Monaten von den Prüfhäusern erkannt – zuvor wurden derartige Etiketten selbst bei GS-geprüften Textilspielzeugen nicht beanstandet. Zudem werden bei den Puppen, die Ökotest aufgrund ihrer äußerlichen Gestaltung als nicht geeignet für Kinder unter drei Jahren bewertet, sämtliche EU-Normen erfüllt, sodass hiervon für Unterdreijährige keinerlei Gefahren ausgehen.

Die Spielwarenindustrie ist sich ihrer besonderen Verantwortung gegenüber Kindern bewusst; darauf können Verbraucher vertrauen, denn insbesondere die Hersteller, aber auch Distributoren und Händler stehen für die Qualität und Sicherheit ihrer Produkte ein. Und auch Eltern können dazu beizutragen, ihren Kindern ein sicheres Spielen zu ermöglichen, indem sie nur Waren von vertrauenswürdigen Herstellern kaufen und darauf achten, dass Spielzeuge das CE-Kennzeichen tragen. Dieses bestätigt, dass ein Spielzeugprodukt, auf dem es angebracht ist, sämtliche vorgeschriebenen Sicherheitsanforderungen erfüllt, wie sie von der europäischen Spielzeugrichtlinie auf Basis neuster wissenschaftlicher Erkenntnisse vorgegeben werden.


Pressekontakt

Wolf Günther

Wolf M. Günthner
Pressevertreter DVSI und Spieleverlage e.V.

Tel. 07151 – 92 02 40
Fax. 07151 – 92 02 42
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