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Spielwaren-Branche rechnet mit einem Plus von einem Prozent

Nürnberg / Stuttgart - Die fetten Jahre mit stetigem Wirtschaftswachstum, Rückgang der Arbeitslosen und starker Binnenkonjunktur gehen zu Ende. Die führenden Wirtschaftsinstitute, die in diesem Frühjahr noch voller Optimismus in die Zukunft geschaut haben, schrauben ihre Prognose deutlich zurück.

Scheinbar unbeeindruckt hiervon lassen ein buchstäblich heißer Sommer und Herbst mit stolzen Zuwächsen, nicht zuletzt wegen der Erfolgsgeschichte Loom Bands, von um die 10% im September (nach 8% im Juli und sogar 11% im August) auf eine gute Spielwarenkonjunktur 2015 hoffen.

Erste Fingerzeige, welche Produkte aus der unerhörten Vielfalt der Spielwaren im kommenden Jahr besonders erfolgreich sein werden, liefern die traditionellen Wahlen zum TOP 10 Spielzeug und zum Goldenen Schaukelpferd. Für 2014 geht der DVSI von einem Umsatzplus von einem Prozent aus.

Allerdings erlebt die Spielwaren-Branche hierzulande in diesem Jahr durchaus wieder eine Achterbahnfahrt. Auf den schönen Start im Januar folgten im Februar und März schlechtere Monate. Das Auf und Ab im ersten Halbjahr setzte sich fort: So schlug der Oster-Termin im April mit einem sagenhaften Plus zu Buche. Der Mai bescherte noch einen kleinen Anstieg, der Juni dann ein Minus. Auf die klasse Ferienmonate gab es dann im Oktober eine Abschwächung. Insgesamt ist dieses Jahr wieder mit einer leichten Steigerung zu rechnen.

Verändert das Klima das Kaufverhalten der Kunden?

Bis Mitte des Jahrhunderts wird es in Deutschland wärmer und sonniger. Die Wirtschaft und damit auch die Spielwarenbranche muss sich darauf einstellen. Die sich verschiebenden Jahreszeiten bedeuten schon jetzt geänderte Saisonphasen, was sich in Zukunft durch steigende Temperaturen noch verschärfen könnte. Outdoor- Spielwaren könnten dadurch noch mehr an Bedeutung gewinnen.

Gemeinsames Spielen ist weiter in

Auch wenn Deutschland weiterhin nicht zu den geburtenstärksten Ländern in Europa zählt, sind Spielwaren in den Kinderzimmern unverändert stark vertreten. Auch die zunehmende Gesundheit und Lebensdauer der Menschen, die immer vitaler bleiben und älter werden, wirkt sich für die Spielwarenbranche positiv aus. Es gab noch nie so viele Urgroßeltern und Großeltern auf so wenige Enkel wie heute. Und dies sorgt in vielen Familien auch wieder für gemeinsames Spielen. Die Lust dazu wächst. Opa und Oma mit den Enkeln, Vater und Mutter mit Sohn und Tochter spielen, basteln und konstruieren zusammen. Spiele zum Bauen und Konstruieren sind nach einer Umfrage von Icon Kids & Youth gerade bei den 6- bis 12-Jährigen am meisten gefragt. Auch Puppen/Stofftiere, Sportgeräte für draußen und Gesellschaftsspiele legten in der Beliebtheit zu.

Kindertag bietet der branche neue chancen

Der Kindertag am 1. Juni bietet der Spielwarenbranche neue Absatz- und Umsatzchancen. Als Symbol für den Kindertag wurde der „Bestimmerhut“ kreiert, ein einfach zu bastelnder Papierhut. Kinder sollen am 1. Juni „den Hut auf haben“ und entscheiden, wo es lang geht. Der Kindertag soll sich in der Reihe von Muttertag und Vatertag etablieren. Zum 1. Juni können die Eltern ein kleines Geschenk unter dem Hut verstecken, wie zum Beispiel am Nikolaustag oder an Ostern.

Deutschland im europäischen Vergleich

Der Spielwarenmarkt in Deutschland kann sich im europäischen Vergleich sehen lassen. Mit einem Plus von 4 Prozent im Zeitraum zwischen Januar und Oktober 2014 liegt Deutschland an zweiter Stelle hinter Großbritannien (+ 6 %), aber vor Frankreich (+ 3 %), Spanien (+ 2 %) und Italien (+ 1 %). Auch zu den Kriterien beim Kauf von Spielzeug liegen europaweite Zahlen aus Umfragen des Weihnachtsgeschäfts 2013 vor: Danach sind in Irland (23 %) und Deutschland (21 %) innovative Spielwaren sehr gefragt. Für die Deutschen (14 %) sind auch umweltfreundliche Spielwaren ein wichtiger Aspekt (Europaweit: 8 %). Auch traditionelle Spielwaren kommen hierzulande (28%) gut an (Europa: 18%).

Wie wird das Weihnachtsgeschäft 2014?

Der globale Trend ist ungebrochen: Der Dezember ist weltweit der Einkaufsmonat für Spielwaren. Fast die Hälfte ihres Umsatzes macht die Branche mit den verschiedenen Weihnachtsangeboten. In Deutschland betrug der Umsatzanteil zu Weihnachten 2013 40 Prozent. Kinder in Deutschland erhalten durchschnittlich fünf Geschenke zu Weihnachten. Mehr als die Hälfte der Präsente (58 %) sind Spielzeuge. Sport/Freizeit/ Unterhalten (13 %) und Videospiele (7 %) kommen zusammen nur auf ein Fünftel. Überwiegend kaufen Großeltern und Eltern die Geschenke allein, also ohne die Kinder. Dabei lassen sich fast drei Viertel von den Erwartungen oder Ansprüchen leiten
und erfüllen die Wünsche des Nachwuchses. Die Hälfte der Einkäufer ist schon ab Mitte November unterwegs zum Weihnachts-Shopping (Quelle Kids Global Research). Allerdings agieren die Deutschen dabei völlig unaufgeregt: Sie gehen munter und bewusst Spielzeug kaufen für die Kinder. Hauptsache die Qualität stimmt und das Produkt kommt bei den Kleinen gut an. Hochwertige Qualitätsprodukte sind im Aufwind und belegen den Trend: „Geiz ist out!“. Die Spielwarenindustrie, deren Produkte nichts von ihrer Faszination eingebüßt haben und mehr denn je begeistern, erwartet deshalb 2014 ein gutes Weihnachtsgeschäft. Ähnlich gut wie im Vorjahr (Umsatzanteil von 5 % im November 2013) lief auch in diesem Jahr das Geschäft mit den Adventskalendern an, die sich bereits nach kurzer Zeit etabliert haben und eine echte Alternative zu den Süßwaren-Kalendern darstellen.

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Pressekontakt

Wolf Günther

Wolf M. Günthner
Pressevertreter DVSI und Spieleverlage e.V.

Tel. 07151 – 92 02 40
Fax. 07151 – 92 02 42
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